Seit einigen Jahren veranstaltet das Alstergymnasium in
Henstedt-Ulzburg Vorträge zusammen mit der
Bundeswehr-Führungsakademie, indem Offiziere aus aller Welt vor Schülern
ihre Länder vorstellen. So diskutierten bereits Soldaten aus Singapur,
Jordanien, Mali, Korea und der Ukraine mit Klassen der Oberstufe. Am
7. Februar 2011 bestand nun auch die Möglichkeit, sich mit einem Offizier aus
Pakistan, nämlich Oberstleutnant Nasim Abbas auszutauschen. Dieser kam vor
einem Jahr im Rahmen eines Offiziersaustausches der pakistanischen Armee, in
der er in der Luftwaffe arbeitet, und der Bundeswehr-Führungsakademie nach
Deutschland. Obwohl er ohne Vorkenntnisse in der deutschen Sprache an diesem
Austausch teilnahm, hielt er eine flüssige Rede und konnte ohne große Schwierigkeiten
auf anschließende Fragen der Zuhörer eingehen. Zweck seines Besuchs war es, den
Schülern Eindrücke Pakistans aus einer anderen Perspektive zu vermitteln. Als
er im Zuge des Vortrags auf die Flutkatastrophe 2010 in Pakistan zu sprechen
kam, nutzte er diese Gelegenheit sich im Namen seines Volkes für die erfolgte
Hilfe zu bedanken. Im Anschluss hatten die Schüler die Möglichkeit, sich über
aktuelle politische Geschehnisse zu informieren. Das Hauptaugenmerk der Schüler
lag dabei auf dem Kaschmir-Konflikt zwischen Pakistan und Indien, da beide
Staaten im Besitz von Atomwaffen sind . Der Kaschmir-Konflikt bezieht sich
auf die Kaschmirregion, für welche Pakistan und Indien Interesse hegen. Da
viele Flüsse der Umgebung dort entspringen, ist diese aus verschiedenen Gründen
für beide Staaten essentiell. Indiens Besitz von Atomwaffen habe nach Angaben
von Oberstleutnant Abbas zu einem Ungleichgewicht geführt, auf
das Pakistan mit einem eigenen Atomwaffenprogramm entgegenwirken
wollte. Besonders die Sicherheit von Atomwaffen war für die Schüler von
Interesse, wodurch kritische Fragen aufkamen. Nasim Abbas berichtete daraufhin
von den vielschichtigen Sicherheitsvorkehrungen, welche jegliche Gefahr
auszuschließen müssten. Die Waffen seien auch vor den Taliban sicher,
so Abbas. Abschließend lobte er das politische Interesse der Schüler und gab
ihnen noch einen Rat mit auf den Weg: "Man kann alles erreichen, was man
will; Dabei bedarf es nur Arbeit". Unserer Meinung nach, sollten diese
Besuche am Alstergymnasium auch in Zukunft stattfinden, sodass noch viele
Jahrgänge davon profitieren können.

Von Philip Pein und David Gluschitz 11.C
Zuletzt geändert am: 14.02.2011 um 13:25:37
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