Fachschaft Englisch
Bilingualer Unterricht
Was ist bilingualer Unterricht?
Im bilingualen Unterricht wird ein Sachfach in einer Fremdsprache unterrichtet. Aufgrund der personellen Ausstattung unserer Schule ist dieses Fach Erdkunde, die Fremdsprache Englisch. Erdkundeunterricht auf Englisch wird ab dem Schuljahr 2004/05 in jeweils einer Klasse pro Stufe erteilt. Auf die erhöhten Anforderungen eines fremdsprachlichen Erdkundeunterrichts werden die Schülerinnen und Schüler jeweils zweier 5. und 6. Klassen in einem zweijährigen Vorkurs vorbereitet. Diesen "Bili"-Vorkurs hat das Alstergymnasium erstmals im Schuljahr 2002/03 für zwei fünfte Klassen eingerichtet, die zusätzlich zum "normalen" Englischunterricht zwei weitere Englischstunden haben.
Welche Ziele verfolgt der bilinguale Unterricht?
Die Kenntnis von Fremdsprachen bedeutet heute für die Schüler eine erhebliche Verbesserung ihrer beruflichen Chancen. Durch den bilingualen Unterricht soll eine sichere Beherrschung der englischen Sprache erreicht werden, die den Schülerinnen und Schülern ein Studium oder eine Berufsausbildung im Ausland sowie die Teilnahme an englischsprachigen Vorlesungen und Seminaren in Deutschland erleichtern und sie für Berufszweige mit internationalen Verbindungen qualifizieren soll.
Welche Vorteile besitzt der bilinguale Unterricht gegenüber herrkömmlichem Englischunterricht?
Sprachwissenschaftler gehen davon aus, dass eine Verbesserung der fremdsprachlichen Kompetenz eher durch intensive Anwendung der englischen Sprache in einem anderen Sachzusammenhang als nur durch einen im Umfang ausgeweiteten Englischunterricht erzielt wird.
Wie unterscheidet sich der Englischunterricht im bilingualen Zug vom herkömmlichen Unterricht?
Statt der üblichen 5 Wochenstunden werden in der 5. und 6. Klasse jeweils 7 Wochenstunden Englischunterricht erteilt. In den beiden zusätzlichen Englischstunden (Vorkurs) wird nicht mit dem Lehrbuch gearbeitet, sondern sie werden gestaltet durch offene, stark mündlich orientierte Arbeitsformen wie z.B. Rollenspiele, Projekt- und Gruppenarbeit, das Lesen von Lektüren, das Einüben von Theaterstücken sowie das Schreiben eigener Szenen und kleiner Theaterstücke. Dadurch ergibt sich eine Selbstverständlichkeit im Umgang mit der englischen Sprache, die Freunde am Sprechen einer fremden Sprache wird gefördert, die kommunikative Kompetenz gestärkt und eine in der Pubertät oft aufkommende Sprachhemmung wird verhindert bzw. möglichst lange hinausgezögert. Außerdem werden in den Vorkurs-Stunden Wortfelder behandelt, die eine Vorbereitung auf den späteren Erdkundeunterricht in englischer Sprache darstellen. Der Vorkurs wird nicht benotet. In den anderen 5 Wochenstunden erhalten die Schülerinnen und Schüler "normalen" Englischunterricht, d.h. sie arbeiten mit demselben Lehrbuch und verwenden in etwa dieselbe Zeit auf die einzelnen Lehrbuchlektionen wie die Kinder im normalen Zweig. In den Klassen 7-10 erhalten die Schülerinnen und Schüler im bilingualen Zweig im gleichen Umfang Englischunterricht wie alle anderen.
Wie unterscheidet sich der Erdkundeunterricht vom herkömmlichen Erdkundeunterricht?
In der 5. und 6. Jahrgangsstufe werden in allen Klassen zwei Stunden Erdkunde in deutscher Sprache erteilt. In den Klassen 7 bis 10 erfolgt der Erdkundeunterricht in englischer Sprache. Wegen des langsameren Vorgehens bei der Vermittlung des Stoffes sind anstelle von zwei Stunden deutschsprachigem Erdkundeunterricht drei Stunden pro Woche vorgesehen. Die Lehrplanthemen sind auch im bilingualen Erdkundeunterricht verbindlich. Obwohl die Verbesserung der Leistungen in der Fremdsprache im Erdkundeunterricht durch Fehlerkorrekturen gefördert wird, werden sprachliche Probleme nicht thematisiert. Benotet werden ausschließlich die Erdkundeleistungen.
Welche Kinder können am Bili-Vorkurs teilnehmen?
Eltern können sich bei der Anmeldung ihrer Kinder an der Schule entscheiden, ob ihr Kind eine der Vorkurs-Klassen oder eine herkömmliche Klasse besuchen soll. Liegen zu viele Anmeldungen für den bilingualen Zweig vor, entscheidet das Los. Aufgrund der höheren Stundenbelastung sollten die Kinder belastbar sein. Sie werden jeden Vormittag 6 Stunden Unterricht haben. Da der zu erlerndende Wortschatz umfangreicher ist, als im nicht-bilingualen Klassen, sollten die Kinder eine hohe Lernbereitschaft mitbringen. Kinder mit einem besonderen Förderungsbedarf ( z.B. Legastheniker) sollten nicht für den bilingualen Zweig angemeldet werden, da 6 Stunden Unterricht an jedem Vormittag die Teilnahme an Förderkursen ausschließt. Ferner sollten die Kinder sprechfreudig sein und gerne mit Sprache und sprachlichen Aufgabenstellungen umgehen.
Welche Kinder können am Erdkundeunterricht auf Englisch ab Klasse 7 teilnehmen?
Schüler, die den Vorkurs so gut absolviert haben, dass man davon ausgehen kann, dass sie den erhöhten Anforderungen des bilingualen Unterrichts ab Klasse 7 gewachsen sind, werden in die bilinguale Klasse eingeteilt. Über die Aufnahme in diese Klasse entscheidet die Schule. |